Wir schließen daraus, dass die Demethylierung von MeHg zu Hg2+ ni

Wir schließen daraus, dass die Demethylierung von MeHg zu Hg2+ nicht der Mechanismus ist, der für die Entwicklung neurologischer Effekte im Verlauf der chronischen Latenzphase während der Exposition verantwortlich ist. Clarkson und Magos [2] schlugen vor, dass die Demethylierung von MeHg ein Teil der Verteidigungsstrategie der Gliazellen sein könnte, was einmal mehr die Bedeutung der interzellulären find protocol Abhängigkeit zwischen Neuronen

und Gliazellen betont. Wir haben bereits auf die Bedeutung von SH-Gruppen für die Bindung von Quecksilber hingewiesen, durch die wiederum die Konzentration von „freiem” Quecksilber verringert wird, das eine Interaktion mit sensitiven zellulären Bindungsstellen eingehen kann. Purkinje-Zellen sind reich an SH-Gruppen [120], die als inerte Bindungsstellen fungieren und so ein Quenching der Wirkung von Hg im Zellinnern herbeiführen können, was den Zellen eine höhere Toleranz gegenüber Hg verleiht [121] and [122]. Bei einer MeHg-Behandlung von Astrozyten im Cerebellum ist eine stärkere Depletion von GSH

beobachtet worden als bei Astrozyten im Kortex [123]. Der Grund für die höhere Produktion BGB324 von ROS in cerebellären Astrozyten war der höhere Gehalt an GSH in kortikalen Astrozyten im Vergleich zu cerebellären Astrozyten. Jedoch wurden keine Unterschiede hinsichtlich der zellulären Verteilung von GSH zwischen Körner- und Purkinje-Zellen festgestellt [124]. Nach Exposition gegenüber MeHg wurde vor allem in Bergmann-Gliazellen, Purkinje-Zellen, Astrozyten und Gliazellen der weißen Substanz Metallothionein (MT) nachgewiesen, nicht dagegen in Körnerzellen [103]. Metallothioneine bestehen aus etwa 62 Aminosäuren, wobei 20 davon Cysteinreste sind. Dies verleiht dem Protein eine außerordentlich hohe Kapazität für die Chelierung von Metallen, die an SH-Gruppen binden. Daher

stellen Metallothioneine einen wichtigen Faktor dar, der die Bindung von Quecksilber an funktionell bedeutsame SH-Gruppen almost reduzieren kann. Dies sind wichtige Gesichtspunkte im Hinblick auf die unterschiedlichen Effekte in Neuronen sowie im Zusammenhang mit indirekten Wirkungen auf Neuronen als Ergebnis von Effekten, die in Gliazellen ausgelöst werden. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Gehalt an SH-Gruppen die MeHg-bedingten toxischen Effekte beeinflussen und zum Teil die unterschiedliche Sensitivität der verschiedenen Zelltypen erklären kann, die sich z. B. anhand von Befunden zur Synthese von Makromolekülen zeigen lässt [125], [126] and [127]. MeHg stört die Synthese von DNA, RNA und Proteinen. Der Mechanismus ist nicht bekannt, jedoch kann angenommen werden, dass die Bindung an wichtige SH-Gruppen bei diesen Veränderungen eine bedeutende Rolle spielt, z. B. durch sekundäre Veränderungen an DNA und RNA sowie Konformationsänderungen bei ribosomalen Proteinen [128].

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